Elena&Piter Rucksacktourist


Anmeldedatum: 01.12.2011 Beiträge: 3 Wohnort: St.Petersburg
|
Verfasst am: Fr Dez 09, 2011 1:35 pm Titel: St.Petersburg. Was hat Liebe mit Architektur zu tun? |
|
|
Das Mikhailovsky-Schloss ist seit seiner Gründung von geheimnisvollen Geschichten und Legenden umgeben. Es wurde nach einem Beschluss des Zaren Paul dem I. (der Sohn von Peter III. und Katharina II.) in den Jahren 1797—1801, auf einer kleinen Kanal-Insel, die sich aus den Flüssen Fontanka, Moika und zwei Kanälen bildete, im Zentrum von St. Petersburg erbaut. Das Projekt des Schlosses wurde vom Architekten V. Bazhenov entworfen. Der Bau wurde aber vom Architekten V. Brenna geleitet.
Erstaunlich ist alles, was mit diesem Schloss verbunden ist: seine seltsame für damaliges St. Petersburg mittelalterliche Bauweise, ungewöhnliche Fassadenfarbe und natürlich das tragische Schicksal seines Besitzers. Nur 40 Tage nach seinem Einzug wurde Zar Paul I. in seinem eigenen Bett erdrosselt.
Was die Farbe der Fassade angeht, laut Überlieferung, konnte sich Paul I., der an dem Bauprojekt aktiv teilnahm, sehr lange nicht entscheiden, in welcher Farbe das Schloss gestrichen werden soll. Als der Schlossbau zu Ende ging und eine Entscheidung getroffen werden musste, ließ die Fürstin Anna Lopuchina, die zukünftige Mätresse des Zaren, an einem der Schlossbälle ihren Handschuh fallen. Paul I. hat den Handschuh aufgehoben und wollte diesen seiner schönen Besitzerin zurückgeben, als ihm plötzlich dessen Farbe gefiel. Der Imperator entschuldigte sich und ließ den Handschuh dem Architekten als Farbentonmuster zuschicken. Seitdem hat das Schloss seine orangefarbene Fassade, wodurch es selbst in der Dämmerung zu leuchten scheint. _________________ mit freundlichen Grüßen aus St.Petersburg,
Elena
http://www.tourbegleitung.com/ |
|