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Pilotenausbildung in Afrika: Urlaub, Abenteuer und Träume

 
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Flugschule-Suedafrika.de
Gast





BeitragVerfasst am: Mi Aug 11, 2004 4:15 pm    Titel: Pilotenausbildung in Afrika: Urlaub, Abenteuer und Träume

Pilotenausbildung in Afrika: Urlaub, Abenteuer und Träume realisieren!

Ist dies wirklich mit einem „Schlag“ realisierbar?
Ja, mein Bericht handelt von der Pilotenausbildung im nordöstlichen Teil Südafrikas. Zwischen den Naturschönheiten der Kalahari in Botswana, dem Krüger-Nationalpark, dem Königreich Swaziland sowie den angrenzenden Staaten Mozambique und Zimbabwe befindet sich African Aviation Specialist "TH Aviation ConneXions". Ausführliche Informationen erhält man auch unter meiner Seite Piloten über Afrika!



Eine GA8 Airvan über dem Krüger-Nationalpark.

Die Flugschule liegt 200 km östlich von Johannesburg, 30 km westlich vom Krügerpark und eine halbe Flugstunde mit der Cessna 172 von der Kalahari entfernt. Somit bestehen also ganzjährig ideale Voraussetzungen für Safariunternehmungen oder aber auch die schon immer ersehnte Ausbildung zum Motorflug-Piloten – endlich selber Fliegen! Wer hat davon nicht schon als Kind geträumt?! Träume erfüllen und dies in einem atemberaubenden, sonnendurchfluteten Landschaftsparadies. Die Gerüche der Wildnis, die Farb- und Schattenspiele der Sonne mit den traumhaften Gegebenheiten lassen an einen Traum aus 1001 Nacht denken....Aber, wir sind in der Realität!

Dieser Aufenthalt war bei mir mit sehr viel Spaß und Abenteuer verbunden. Meinen Urlaub habe ich somit seit 2001 jedes Jahr in dieser Region verbracht, um mich von der Privatpilotenlizenz (PPL) zur Berufspilotenlizenz (CPL) fortzubilden. Alles in allem: Ein wirklich günstiger Urlaub, Abenteuer und Herausforderung gratis und natürlich ein wichtiger Erfahrungsschatz für die Zukunft: Südafrika ist einerseits eines der schönsten Länder der Welt, meines Erachtens sogar das schönste, und andererseits auch eine spannende, kulturelle Herausforderung: Seit den ersten demokratischen Wahlen in 1994 herrscht hier Aufbruchstimmung. Trotz diverser gesellschaftlicher Verwerfungen, ist es die scheinbar angeborene Hoffnung der Menschen, die mich immer wieder beeindruckt.

Nach Johannesburg kommt man non-stop über Frankfurt bspw. mit South African Airlines. Der Service bei SAA ist sehr gut, allerdings sind diese Flüge zirka 100-200 Euro teurer als die der Konkurrenz. Der Flug dauert knapp 10 Stunden. Südafrika ist uns nur um eine Stunde voraus, also UTC+2. Time-lags gibt es also nicht.

In Johannesburg wird man entweder per PKW von einem Mitarbeiter der Flugschule abgeholt oder per Air Shuttle "Pelican". Angekommen bezieht man eine gepflegte Unterkunft für 20-25 Euro pro Tag. Eingeschlossen sind hierbei 3 Mahlzeiten, Wasch- und Zimmerservice sowie in der Regel auch ein Pool zum Entspannen.

Die Ausbildungsdauer für die Privat-Pilotenlizenz (PPL) dauert maximal 4 Wochen, die Ausbildung zum Berufspiloten (CPL, ATPL) maximal 10-12 Monate. Fast jeder Tag ist Sichtflug-Wetter (VMC: Visual Meteorological Conditions), somit ideal für die Pilotenausbildung!

Die theoretischen Grundlagen werden durch den Fluglehrer anhand von Tafeldarstellungen und dreidimensionalen Musterpräsentationen sowie eigenem Studium vertieft und angeeignet. Die Theorie-Prüfung findet auch bei der Flugschule statt.

Zur Praxis: in den ersten Stunden wird natürlich nur mit dem Flight Instructor geflogen. Man fängt mit den sogenannten Platzrunden an, das Fliegen in bestimmten Abschnitten wie Abflug, Querabflug, paralleler Gegenanflug mit Lande-Konfiguration, Queranflug und schließlich der Endanflug. Diese Prozeduren werden solange wiederholt bis der Auszubildende im Traum diese Schritte nachfliegen kann...Es ist wirklich so! Nach 2 Wochen träumt man nur noch in englischer Sprache und meistens natürlich von dem bisher Erlebten und Gelernten....der Traum ist also in doppeltem Sinne zur Realität geworden! .....im General Flying Area, einem der Flugschule zugewiesenen Flugübungsgebiet, werden kritische Flugmanöver eintrainiert: hierzu gehören etwa der Strömungsabriß „Stall“ bei verschiedenen Flugzustands-Konfigurationen, simulierte Notlandungen oder simulierte Vorsichtslandungen auf Gras- oder staubigen Schotterpisten.

Sollte der Schüler diese Ausbildungsabschnitte „beherrschen“, darf dieser erstmals Solo fliegen. Er bewegt sich allerdings nur mit schriftlicher Genehmigung des Fluglehrers im Luftraum.
Nach absolviertem Solo wird mit den Mitschülern abends kräftig gefeiert. Die Flugstudenten kommen aus verschiedenen Staaten Afrikas, aber auch aus Europa wie England oder den deutschsprachigen Ländern wie Österreich, Schweiz und Deutschland.

In der Zwischenzeit bleibt natürlich auch viel Zeit, die Landschaft aus Bodenperspektive auszukundschaften. Die unmittelbare Nähe zum Krügerpark und diversen umliegenden Game Reserves (Wildparks) bieten ideale Voraussetzungen. Völlig entspannte Elefanten, Giraffen oder Nashörner in der Freiheit aus nächster Nähe bewundern zu ‚dürfen’ ist ein Erlebnis an sich! Kein Vergleich mit eingesperrten Zoo-Tieren in Europa.

Die PPL-Ausbildung wird mit Überlandflügen (Cross-Countries) mit und ohne Fluglehrer fortgesetzt. Hierbei werden mit Kartenmaterial verschiedene Routen berechnet und entsprechend ‚abgeflogen’. Das Navigieren ist in Afrika besonders schwer, zumal hier kaum zivilisatorische Errungenschaften wie große Siedlungen in Form von Großstädten oder Straßen vorhanden sind. Man orientiert sich hier nach Flußläufen, Erhebungen, schmalen „Straßen“ oder markanten Funkmasten, aber natürlich auch mit Hilfe des DI (Direction Indicator), einem am Magnetkompass manuell auszurichtenden Richtungsanzeigers. Die Maschinen sind zwar in der Regel mit Funknavigation und GPS ausgestattet, die Schule legt allerdings sehr viel Wert auf das Navigieren mit den herkömmlichen Methoden. Alles weitere wird im Anschluß im Rahmen der CPL-Ausbildung geschult.



Der Limpopo, Grenzfluß zu Zimbabwe, im März 2004.

Der PPL-Prüfungsflug wird mit einem Senior Flight Instructor über eine Dauer von 3 Stunden eigenständig geplant. Es wird nur die Route vorgegeben. Angeflogen werden in der Regel unbemannte ‚Airstrips’, dies sind in der Regel Schotter- oder Graspisten, anschließend ein bemannter Flughafen und abschließend noch einige Übungen im GFA der Flugschule.
Bei dieser Prüfung wird noch mal alles aus dem noch kurzen Pilotenleben des Schülers abgefordert.

Wenn man dann den PPL in eigenen Händen hält, fliegt man mit gecharterten Maschinen (80-90 Euro pro Stunde, inkl. Benzin und Versicherung) selbständig durch die Gegend, oder erwirbt die Flugerlaubnis für andere Typen (conversions).

Dieses intensive Erlebnis, die faszinierende Mischung aus Abenteuer, Urlaub und Herausforderung auf dem schönsten und geheimnisvollsten Kontinent der Erde, waren der Entschluß zur Fortsetzung meiner Ausbildung zur CPL (Commercial Pilot Licence).

Wie muß man sich nun die Landschaft an diesem Vier-Ländereck vorstellen: Einige Momentaufnahmen sind auf meiner unten genannten Internetseite zu sehen. Dort werden in Kürze auch Kurzvideos eingebunden, Filme also über die Flugschule, aber auch über die Landschaft. Hat man dies in Realität einmal selber gesehen, denkt man anschließend in der Heimat wieder „angekommen“: Ich war dort auf einem anderen Planeten! Der Krüger-Nationalpark ist jedem ein Begriff. Es ist aber nicht nur dieser Park, welcher gespickt ist mit den sogenannten „Big Five“ (Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel). Umliegend gibt es viele privat geführte Lodges, Farmen, an denen Game Reserves angeschlossen sind. Game Reserves sind eingezäunte Wildparks, natürlich nicht mit Zoos im engeren Sinne zu vergleichen. Die Wildparks erstrecken sich teilweise über mehrere 1000 Hektar, in denen die Tiere ausreichend Nahrung und Wasser vorfinden. Eine biologisch ‚provozierte’ Wanderungsbewegung ist somit nicht von Nöten. Die Parks sind oft derart zusammengestellt, daß man Löwen oder Geparden auf der Jagd nach Beutetieren vom Land-Rover aus beobachten kann, also keine Fütterung durch Menschenhand! Der Naturkreislauf wird im Sinne eines sog. „sanften Tourismus“ möglichst nicht gestört. Somit ist der Natur, aber auch der einheimischen Wirtschaft gedient. Büffelherden in gigantischem Ausmaße wie man sie sonst nur aus Kenia oder Tanzania kennt, findet man im Krüger-Park allemal. Zu erwähnen ist auch der in Mozambique liegende Maputo Elefant Park, keine Flugstunde von Nelspruit entfernt. Oder aber der Banhine National Park, welcher sich ebenfalls in Mozambique befindet. Nicht zu vergessen sind die in direkter Nachbarschaft liegenden Areale der Kalahari in Botswana oder die weltberühmten Ausflugslokalitäten Zimbabwes. Die Victoriafälle im Grenzgebiet von Sambia und Zimbabwe werden regelmäßig von TH Aviation ConneXions angeflogen. Man ist also von Flora und Fauna sattsam angenehm umschlossen.

Weitere ausführliche Erlebnisberichte können Sie auf meiner Seite Piloten über Afrika! finden.


Zuletzt bearbeitet von Flugschule-Suedafrika.de am Do Jan 13, 2005 11:26 am, insgesamt 3-mal bearbeitet
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billig-urlauber






Verfasst am:     Titel: Anzeige

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Gast





BeitragVerfasst am: Di Okt 26, 2004 7:05 pm    Titel: Buschpiloten-Schule und Ausflüge

Interessante Buschpilotenausbildung auch für JAR-FCL (PPL-A) Scheininhaber!

Piloten über Afrika!



Hier eine Cessna 206 beim Take Off in Mozambique, Nachbarland von Südafrika:



Schöne Grüße

Thomas

Piloten über Afrika!


Zuletzt bearbeitet von Flugschule-Suedafrika.de am Do Jan 13, 2005 11:27 am, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Gast





BeitragVerfasst am: Fr Dez 10, 2004 1:04 pm    Titel: Ultraleichtfliegen mit Giraffen...

...tolle Aufnahme aus dem Krüger-Park:



Gruß
Thomas
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