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redcentre Rucksacktourist

Anmeldedatum: 28.12.2006 Beiträge: 3
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Verfasst am: Sa Jan 19, 2008 10:34 am Titel: Australien Abenteuer |
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Fossicking in Australien.
Dez. 2006.
Ich kam soeben zurück von 2,5 Wochen im Bush.
Diesesmal war es etwas anders. Zwei Frühpensionisten, einer Deutsch,
der andere von Florida (USA) hatten mich gefragt ob ich sie zum
fossicking ( für Gold und Edelsteine ) hier in Vic. begleiten könnte.
Es war in 2004 und 2005 wenn die Beiden das erste mal nach so einer
Tour gefragt hatten. Nach vielen E-mails wurde aber nichts daraus weil wir
uns nicht auf Termine einigen konnten.
Dann, im Oktober erhielt ich E-mails von den Beiden. Die hatten
weiterhin miteinander korrespondiert und sich auf Mitte November geinigt.
War ich frei? haben sie gefragt
Es waren nur 4 Wochen für mich Vorbereitungen zu treffen.
Glücklicherweise (fuer sie) hatte ich mich für die Zeit nicht
anderseits verpflichted.
Nachdem ich sie früh am Morgen von ihrem Hotel in Melbourne abholte
haben wir uns dann über Frühstück in St Kilda kennengelernt.
Erst mal ging es dann ins Goldene Dreieck für fünf Tage. Auf dem Weg
haben wir in Ballarat das historisch wieder erbaute Städtchen
"Sovereign Hill" besichtigt.
Hier bekamen die Beiden einen guten Einblick ins Leben in den Gold
Feldern so um ca. 1850.
Sie haben dort sogar die ersten kleinen Gold Stükchen gefunden und
sich wie Kinder darüber gefreut.
Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zu einer Gegend wo ich schon
früher Gold gefunden habe.
Wegen der schon seit Jahren anhaltente Drockenheit war es schwierig
hier einen Bach mit noch fliessendem Wasser zu finden. Unser Camp
haben wir under dem Schatten einiger Bäume aufgesbaut.
Mit Spitzhacke, Brechstange und Schaufel haben wir dann jeden Tag ca.
6 Stunden lang in einem früherem Gold Feld geschuftet.
Resultat, ca. 0.75 Unzen. Auch mit dem Gold Preis von ca. USD 600/unze
nicht genug um davon zu leben. Immerhin hat es bewiessen dass es hier
noch Gold gibt.
Das grösste Problem war dass wir wegen der Drockenheit das Material zu
weit zum Wasser tragen mussten um es zu waschen.
Glaubt mir, nach Gold graben ist nichts für "Weicheier"
Nach 5 Tagen haben wir diese Gegend verlassen. Nicht weil es nicht
genug Gold gab, sondern weil nicht allzuweit von unserem Camp
Blitzeinschlaege ein Buschfeuer entzündet hatten und mit starkem Wind
und wechselnter Windrichtung es dort zu gefährlich wurde.
Nun gings ins Vic. High Country. Dort kenne ich Plätze wo ich über die
Jahre immer wieder Gold und auch Zirkone gefunden habe.
Leider ist es hier jetzt in vielen Gegenden verboten nach Gold oder
anderen Mineralien zu graben. Zum Teil weil die Gegend jetzt Nat. Park
ist und zum Anderen da es Drinkwasser Auffang Gebiet ist. So bleiben uns
nur noch Staatlicher Wald. Na ja, ist trotzdem noch genug.
Auf unserem Weg dorthin haben wir einmal gezeltet und auch noch mehr
Provianten eingekauft.
Es war auch hier schwierig einen Bach zu finden in dem das Wasser noch
geflossen ist. An den grösseren Flüssen wollten wir nicht lagern.
Einmal weil die einfacher zugänglich sind und wir nicht wollten dass
uns Touristen und andere Vorbeifahrende belästigen. Zum andern weil
dort schon viele andere nach Gold gesucht haben.
Als wir nach mehreren Stunden Suche endlich einen kleinen fliessenden
Bach gefunden hatten, in einer Gegend die versprechent aussah, bauten
wir dort unser Lager auf.
Gegen Abend hat Rudi, der Deutsche, da sogar zwei Forellen gefangen.
Die wurden dann fürs Abendessen gebraten.
Er hat später nochmal einige Forellen gefangen und sogar vier Crayfish
( Frischwasser Lobster ).
Hier war das Gold graben wegen des Gesteines etwas schwieriger.
Da es noch fliessendes Wasser gab baute ich eine Sluice Box aus
Brettern die ich Unterwegs gekauft hatte.
Nachdem wir dann in unserer "Gold Pan" anfingen etwas Gold, wenn auch
sehr klein, zu finden haben wir dann die ausgegrabene Erde durch die
Sluice Box gewaschen.
Nach sechs Tagen hatten wir etwas über eine Unze. Davon ein Stueckchen
ca.so gross wie ein Kirschenkern, eines wie eine Erbse, mehrere in der
Grösse von Zundholz Köpfchen und der Rest alles sehr klein.
Nebenbei fanden wir auch einige Zirkone, der grösste ca. wie ein
Kirschenkern und mehrere kleinere Garnets ( Granat ?)
Insgesammt waren wir ganz zufrieden mit dem Resultat, aber wie schon
erwähnt, um davon zu leben wäre kaum möglich.
Was haben wir sonst noch erlebt?
Beim Suchen nach einem Bach im Vic. High Country ging es teilweise
durch schwieriges Gelände.
Einen Hügel konnte ich nur ueberwinden nachdem ich die Seilwinde
einsetzte da es ohne unmöglich war mit meinem Anhänger hochzukommen.
Gesehen haben wir abgesehen von Adlern und vielen andere Vögeln,
Kängarus, Wallabies, Emus, Wombats, Echidnas, Koalas, Goanas ( bis 2m
lang ), viele andere Echsen, Wilde Pferde und mehr.
Morgens waren es immer die Vögel die uns geweckt haben. Meistens noch
bevor man das erste Licht am Horizont erblickte.
Das war dann die Zeit um wieder Holz aufs Feuer zu legen, Wasser für
unseren Kaffee zu kochen und das Frühstuck zu kochen.
Zum Arbeiten fingen wir meistens an sobald es hell genug war, obwohl
die Sonne dann nicht immer aufgegangen war.
So ca. 11:00 Uhr gings zurück zum Lager. Etwas essen und dann eine
Siesta oder etwas in der Gegend umher wandern.
Ca. 16:00 Uhr gings nochmal für ca. 2 Stunden zurück zum Arbeiten,
und dann zurück zum Lager, Abendessen, etwas ums Feuer sitzen mit nem
guten Wein und plaudern.
Schlafen gingen wir immer ca. 21:00 Uhr.
Manchesmal wurden wir Nachts geweckt wenn Wombats oder Kängarus durch
unser Lager gewandert sind.
Am Anfang war es für meine zwei Gäste etwas schwierig sich an das
frühe Austehen und früh schlafen gehen zu gewöhnen. Nach einigen Tagen
war es jedoch öfters mal Bill ( der Amerikaner ) oder Rudi die am
Morgen das Feuer anmachten. Ich bin dann immer erst aufgestanden wenn
der Kaffee fertig war
Es war ein Abenteuer ohne grossen Komfort !
Toileten haben wir im Bush selbst gegraben.
Gewaschen haben wir uns in einer grossen Shüssel mit Wasser vom Bach.
Jedoch gegessen haben wir gut da ich meinen Anhänger dabei hatte um
Sachen zu befördern und natürlich einen Fridge, voll mit
eingefrohrenem Fleisch und Anderem.
Während der 6. Nacht wurden wir von einem Sturm geweckt. Das hielt für
ca. 2 Stunden an und wir setzten uns ans Feuer um die Blitze zu
beobachten. Geregnet hat es allerdings nicht.
Am nächsten Morgen habe ich dann das Radio angeschaltet ( erstes mal )
um Nachrichten zu hören.
Es wurde berichtet dass die Blitzeinschlaege während des Sturms einige
Feuer entzündeten.
Am Nachmittag änderte sich die Windrichtung und als wir zum Camp
zurückgingen konnten wir in der Ferne Rauch sehen. Diese Nacht haben
wir etwas unruhig geschlafen.
Am nächsten Morgen konnten wir den Rauch riechen und wir entschlossen
diese Gegend zu verlassen.
Wir gingen noch für 2 Tage zur Wilsons Prom und dann ging es zurück
nach Melbourne.
Wir hatten alle viel Spass und die Beiden sprechen jetzt davon dass
sie in 2008 / 9 wiederkommen wollen.
Dann solls aber nach West Australien gehen.
Sie wollen auch versuchen noch zwei andere Leute dafür zu begeistern
denn mit nur zwei Teilnehmern werden die Unkosten pro Person etwas
hoch für so eine Tour.
N.S. Das Feuer das uns vertrieben hat wurde einige Tage später gelöscht.
Einige Tage später fing es wieder an zu brennen. Diese Waldbrände
haben sich dann weit ausgebreitet und umfassten ca.250,000 Hektar.
Take care out there _________________ Ich kenne Australiens Outback.
Australien Reisen |
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billig-urlauber
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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boozzz Rucksacktourist

Anmeldedatum: 06.08.2006 Beiträge: 2
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Verfasst am: Mo Nov 02, 2009 8:59 am Titel: |
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Sehr schöner Bericht! _________________ Die internationale Version eines schönen Backpacker Forums für Australien (leider noch in der Anfangsphase...). Anmelden und posten!!!
www.backpacker-forum.com.au |
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leionie Schönwettertourist

Anmeldedatum: 23.11.2009 Beiträge: 11
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Verfasst am: Mo Nov 23, 2009 6:35 am Titel: |
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| die reise scheint gut~~ich zoegere gerade zwischen australien und japan... |
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